Pensionierung planen: So meistern Sie den Übergang in 5 Schritten
Ein erfolgreicher Ruhestand beginnt nicht am ersten Tag ohne Arbeit, sondern Jahre davor.
Der Mythos der automatischen Absicherung
Viele Schweizer verlassen sich darauf, dass die Renten aus der 1. und 2. Säule automatisch ausreichen werden. Doch die Realität zeigt: Oft decken diese nur etwa maximal 60 % des letzten Einkommens ab. Ohne eine detaillierte Budgetplanung und die Berücksichtigung von Inflation und Steuern kann der Traum vom unbeschwerten Ruhestand schnell Risse bekommen. Wer erst mit 64 Jahren anfängt zu rechnen, hat kaum noch Spielraum für Korrekturen.
Experten-Tipp: Die 5-Jahres-Regel. Starten Sie Ihre konkrete Pensionsplanung spätestens mit 55 bis 60 Jahren. In diesem Zeitfenster können Sie noch steuerwirksame Einkäufe in die Pensionskasse tätigen und die Weichen für einen gestaffelten Bezug Ihrer Vorsorgekonten stellen, um die Steuerprogression zu brechen.
Die Eckpfeiler Ihrer Planung
Ein solider Plan berücksichtigt alle finanziellen Aspekte:
- Einnahmen-Ausgaben-Analyse: Wie viel Geld brauchen Sie monatlich wirklich? Vergessen Sie dabei nicht die künftig wegfallenden Berufsauslagen, aber auch die potenziell steigenden Gesundheitskosten.
- Vorsorge-Check: Fordern Sie aktuelle Rentenprognosen bei der AHV und Ihrer Pensionskasse an.
- Steuerstrategie: Planen Sie den Bezug von Geldern aus der 2. und 3. Säule über mehrere Jahre verteilt.
Checkliste für Ihren Fahrplan zum Ruhestand
- Aktuelle Vorsorgeausweise aller Säulen angefordert?
- Detailliertes Budget für die Zeit nach der Erwerbstätigkeit erstellt?
- Hypothekarstrategie für das Rentenalter mit der Bank besprochen?
- Anmeldefristen für den Kapitalbezug bei der Pensionskasse geprüft (oft 6-12 Monate im Voraus)?
Fazit
Wer seine Pensionierung plant, statt sie nur abzuwarten, gewinnt Sicherheit und schont sein Vermögen.

Autor
Adis Kavazovic
Leiter Versicherung & Finanzplanung
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